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Rückblick - Qualifizierung zum ehrenamtl. Hospizbegleiter/in 2019

Lebensbegleitung bis zum Ende

12 neue ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen erhielten ihr Zertifikat – Ambulant unterwegs 

Mitmenschlichkeit, Mitgefühl, Empathie, Zuhören, einfach da sein, Zeit und Zuwendung mitbringen und so hilfreich sein für Menschen, die schwerstkrank sind sowie deren Angehörige stützen und entlasten. Das ist selbstverständlich für die 12 Frauen, die jetzt nach ihrer Ausbildung das Zertifikat „ehrenamtliche Hospizbegleiterin“ erhalten haben. Ausgebildet und jetzt abrufbar sind sie von den ambulanten Hospizdiensten Rhein-Lahn e.V. mit Sitz in Bad Ems. 

Über fünf Monate bildeten sie sich fort. 100 intensive Theoriestunden im Sozialkompass in Nassau sowie 40 Stunden in einem individuellen Praktikum standen auf dem Ausbildungsplan. „Für mich war der Kurs zunächst ein Wagnis. Jetzt weiß ich, es war gut, über die Hürde zu springen und sich mit den Themen unheilbare Krankheit und Sterben auseinanderzusetzen. Seitdem ich mich mit der Endlichkeit des Lebens und dem Tod ernsthaft befasst habe, kann ich das Leben viel bewusster und wahrnehmen“, sagte eine Kursteilnehmerin bei der Abschlussveranstaltung im Evangelischen Gemeindehaus in Singhofen. 

„Es war eine wunderbare Erfahrung“, meinte eine andere. „Für jeden war der Lehrgang auch eine persönliche Bereicherung. So unterschiedlich wir sind, sind wir zu einer Gruppe zusammengewachsen“, lautete eine weitere Rückmeldung. Oft gelobt, der vertrauensvolle und offene Umgang miteinander. Viel gepriesen die hohe Qualifikation und Vermittlungskompetenz der ausgesuchten, erfahrenen Referenten. 

„Wir haben unglaublich tolles Rüstzeug für unsere künftige Tätigkeit mitbekommen“, bestätigte die nächste Kursteilnehmerin. „Der Tod hat etwas von seinem Schrecken verloren“, sagte eine andere. „Fähigkeit hat etwas mit Fahren zu tun, fertig sein zum Abfahren“, erklärte Ausbilder Lutz Brenner. Er ging zum Abschluss des Lehrgangs auf den Umgang mit demenziell veränderten und verwirrten Sterbenden ein. Hier kamen u.a. die Klangschalen des Klangtherapeuten zum Einsatz. 

Alle neuen ehrenamtlichen Hospizhelferinnen wollen weiter auf dem Feld der Lebensbegleitung am Lebensende tätig bleiben. Die meisten wünschen sich einen Einsatz in der Häuslichkeit, andere in Alten- und Pflegeheimen, auf der Palliativstation und schließlich nach dessen Eröffnung im stationären Hospiz für den Rhein-Lahn-Kreis. So viel Tatkraft und gebündelte Vielfalt der Potenziale freute insbesondere die Vorsitzende der ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn e.V. Strahlend überreichte Mandy Nicklaus die Zertifikate. 

Als Überraschung hatte das Leitungsteam dann noch ein kleines unterhaltsames Programm vorbereitet mit Klangschalen- und Trommel (David Brenner, Dagmar Frei), Meditationstanz (Sonja Müller) und Andacht (Margita Gödickemeier). Im kommenden Jahr startet ein weiterer Lehrgang für weitere ehrenamtliche Hospizbegleiter. 

Weitere Informationen unter Tel. 02603 506220, Fax 02603 5062 22, Mail: info@hospizdienste-rhein-lahn.de, Webseite: www@hospizdienste-rhein-lahn.de, facebook.com/HospizdiensteRhein-Lahn.